Diese bestimmenden Elemente im Leben beflügeln mich als freischaffenden Künstler in meiner
Leidenschaft für Farben und Formen und manifestieren sich in meinem ausdrucksstarken Werken.
Schon immer war ein Teil von mir mit dem künstlerischen Verarbeiten meiner Umwelt beschäftigt.
Hatte ich mich vorher der Fotografie verschrieben, so entdeckte ich bald, daß viele wichtigen
Dinge, die in und um uns existieren durch reine Abbildung nicht festzuhalten waren.
Gefühle, Stimmungen und Gedanken, die Momente entscheidend prägen, bedürfen einer
freieren, offeneren Form der Erstarrung als Fotos es je imstande wären zu vermitteln.
In der Malerei fand ich schließlich das geeignete Instrument um meine Eindrücke und Empfindungen
aber auch phantastischen Vorstellungen derart zusammenzufügen, daß das fertige Bild einerseits seine
Botschaft unverfälscht transportiert und anderseits auch einen hohen
dekorativen Wert besitzt.
Als interessierter Beobachter widmete ich mich der Mystik, der Esoterik und
der Meditaion, welche mir stets neuen Ansporn zu meinem Bestreben liefern
"eine Brücke zwischen der menschlichen Innen- und Aussenwelt zu spannen". All
die Energie, die in mir steckt, lege ich in meine Bilder. Garniert mit
durchdachter Symbolik erfüllt die zweierlei Aufgaben: Eine reiningende,
entladende Wirkung, die mir während des Enstehens meiner Werke die Welt um
mich herum vergessen läßt, gefolgt von tiefer Zufriedenheit nach Vollendung
desselben, trifft auch den interessierten Betrachter, der, wenn er sich auf
die Bilder einläßt, vielleicht die Energie und Lebensfreude, die tief drinnen
in jedem Menschen wohnen, für sich selbst wiederfindet.
Um mein künstlerisches Schaffen dieser Zweifaltigkeit Stück für Stück
näherzubringen, bin ich stets aktiv bereit meinen Horizont zu erweitern, um
noch mehr Eindrücke, sei es in gelebter oder gelesener Form, in meine Bilder
einfließen lassen zu können. Ein starkes Indiz dafür sind die Vielzahl meiner
Reisen, wobei vor allem die Faszination Afrikas und die Identifikation mit der
griechischen Lebensart besonders nachhaltige Spuren hinterlassen haben.
Fast alle meine Bilder, die auf diesem Weg entstehen, finden mit einer
Grundfläche von 60x80 ihr Auslangen, jenes Format, das sich nach einigem
experimentieren als optimal für die Umsetzung meiner Visionen herausgestellt
hat.
Nebenbei lege ich darauf Wert, mobile Kunst zu schaffen, was bei wesentlich
größer dimensionierten Exponaten eventuell an Glaubwürdigkeit vermissen lassen
würde. Grundsätzlich ist es mir ein Anliegen, verschiedene Werkstoffe von Holz
über Metalle und Kunststoffe zu erproben. Derzeit arbeite ich mit allen Arten
von Lacken, Acrylfarben, sowie eigens entwickelten formbaren Acrylmassen, die
mittels Schütt-Sprüh- und Pinseltechnik zu reliefartigen Werken auf
Hartfaserplatten gebannt werden. Gerade auch die Verbindung der
zeitlosen Themen, die mich inspirieren, mit praktisch unvergänglichen
Materialien ist ein interessanter Aspekt meines Schaffens.
Außerdem sollen es Bilder sein "die man aufhängen kann, die einfach Freude
machen" und eben die aktuellen Unterlagen aus Hartfaser erzeugen eine "leichte
aufgelockerte Optik" die trotz der teilweisen mystischen Motive kaum
bedrückend auf den Betrachter wirken können.
Zu sehen gab es meine Werke bereits in mehrern Ausstellungen in Wien,
Amstetten, Wels und Linz und Besuch in meinem Atelier (Hörsching, Neue
Heimatstraße 4c) ist gegen Voranmeldung jederzeit willkommen.
Am 11. November 1999 um 19.30 Uhr wird im Wein- und Kunstkeller Vin de mem
erneut eine Vernissage stattfinden. Dort wird auch die Internet-Galerie mit
dem künsterlischen Schaffen Grundmanns vorgestellt. die man sich ab da nach
Hause holen kann.
Text von Wolfgang Tutschek